Die Strategien und Taktiken des Internetgiganten

Posts from — März 2010

Google im Wettbewerb mit: …fast jedem!

Im aktuellen Geschäftsbericht 2009 geht Google unter anderem auf seine Wettbewerbssituation im Internet ein. Schaut man sich die Liste an, so wird man verwundert feststellen können, dass Google im Grunde mit fast allen Unternehmen der Internetökonomie in einem Wettbewerb befindet. Eine herausforderende Aufgabe für das Management oder anders gesprochen: “Viel Feind’, viel Ehr’”

We face formidable competition in every aspect of our business, particularly from companies that seek to connect people with information on the web and provide them with relevant advertising. We face competition from:

  • Traditional search engines, such as Yahoo! Inc. and Microsoft Corporation’s Bing.
  • Vertical search engines and e-commerce sites, such as WebMD (for health queries), Kayak (travel queries), Monster.com (job queries), and Amazon.com and eBay (commerce). We compete with these sites because they, like us, are trying to attract users to their web sites to search for product or service information, and some users will navigate directly to those sites rather than go through Google.
  • Social networks, such as Facebook, Yelp, or Twitter. Some users are relying more on social networks for product or service referrals, rather than seeking information through traditional search engines.
  • Other forms of advertising. We compete against traditional forms of advertising—such as television, radio, newspapers, magazines, billboards, and yellow pages—for ad dollars.
  • Mobile applications. As the mobile application ecosystem develops further, users are increasingly accessing e-commerce and other sites through those companies’ stand-alone mobile applications, instead of through search engines.
  • Providers of online products and services. We also provide a number of online products and services, including Gmail, YouTube, and Google Docs, that compete directly with new and established companies that offer communication, information, and entertainment services integrated into their products or media properties.

März 31, 2010   6 Comments

Remarketing-Konzept von Google ist ambivalent zu bewerten

Google hat für AdWords eine neuen Funktion in der Pipeline. Mit einem Remarketing sollen Werbetreibende gezielter Nutzer ansprechen können, die ihre Website gerade verlassen haben. Wenn ein Nutzer über eine Anzeige beispielsweise auf einer E-Commerce-Website landet, dort aber nicht einkauft, wird er in einer Liste gespeichert und bekommt anschließend weiter Display-Anzeigen dieser Website zu sehen – sofern er noch über das Google-Werbenetzwerk erreichbar ist.

Das Spannende: Je nachdem, wo der Besucher die Webseite verlassen hat, lassen sich inhaltlich unterschiedliche Anzeigen einblenden, die etwa auf das Produktangebot, den Preis oder das Abonnement eines Newsletters abzielen. Vollkommen neu ist das Verfahren nicht. Yahoo hat bereits seit längeren ein eigenes “Re-Targeting”-Programm in petto und auch spezialisierte Dienstleister stehen bereit. Attraktiv macht das Googles Konzept die direkte Verknüpfung mit Google Analytics und Google AdWords. Mit dem neuen Remarketing-Konzept ist es noch einfacher geworden, einen einmal begonnenen Kontakt bzw. Interaktion mit potentiellen Kunden zu intensivieren.

Interessant dürften nach der Einführung der Funktion Studien und Analysen sein, ob es bei dieser Art Targeting durch den Wiedererkennungswert eine höhere Klickrate geben dürfte oder ob die Nutzer einfach nur genervt sind, weil sie von einer bestimmten Anzeige “verfolgt” werden. Interessant dürfte auch eine Herausforderung sein, wie Google eine inhaltliche Abgrenzung herbeiführen will. Bewegt sich ein Nutzer auf einem bestimmten Angebot – sagen wir einem Shop für Schuhe, weil er sich über neue Schuhmode informieren will – und geht er dann sehr bewußt auf eine inhaltlich andere Webseite – sagen wir eine Reise-Webseite – bekommt er dann auf der Reise-Webseite Werbung für Schuhe zu sehen?

Remarkting ist sicherlich ein interessantes Instrument zur Nutzeransprache und ein attraktives Werbemittel, um den gleichen Kunden mit Werbung im Internet zu umwerben. Mit Google Remarketing hat man eine hohe Wahrscheinlichkeit, das ein und derselbe Internetnutzer die gewünschten Werbebotschaften mehrfach wahrnimmt. Allerdings muss dabei wahrscheinlich sehr aufgepasst werden, dass man mit dem Ansatz nicht das genaue Gegenteil erreicht, nämlich, dass der Nutzer von der Werbung genervt ist.

März 30, 2010   No Comments

In eigener Sache: Mitstreiter für Google-Blog erwünscht!!!

Seit nunmehr vier Monaten ist unser Blog “Google-Ökonomie” live. Wir haben viel Zuspruch und positive Reaktionen bekommen. Dieser Blog verfolgt keinerlei Gewinnabsichten, sondern soll ein Forum, eine Plattform sein, die aktuelle Entwicklungen der Internetökonomie und hier im speziellen über Google aufgreift und analysiert – nur aus Interesse und aus “Spaß an der Freude” wie man im Rheinland sagt.

Wir wollen keine Beiträge anderer eins-zu-eins übernehmen, sondern aktuelle Themen aufgreifen, analysieren und bewerten – das Wieso? Weshalb? Warum? steht im Mittelpunkt des Blogs. Uns ist dabei ein gewisses Qualitätsniveau und Kompetenz wichtig. Wir würden unser Team gerne mit weiteren Mitstreitern verstärken. Wir erwarten kompetente Mitstreiter, die in der Lage sind, die strategischen, betriebswirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen zu verstehen und zu bewerten.

Also wer Lust hat, sich als Autor an diesem Blog zu beteiligen, der kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen (über Email: contact [at] siegenheim [dot] de)

März 29, 2010   4 Comments

Geheime Friedensverhandlungen zwischen Google und Apple?

Über den immer stärker werdenden und heftiger ausfallenden Konkurrenzkampf zwischen Apple und Google ist bereits viel geschrieben worden. In immer mehr Segmenten treffen die beiden Stars des Silicon Valley aufeinander. Aus einer ehemals enge Verbindung ist mittlerweile eine veritable Hassliebe geworden…

Alles vergessen und vorbei? Führen Google und Apple geheime “Friedensverhandlungen” um den Konflikt beizulegen? Hmm, kann schon sei?! Wie der Blog Gizmodo berichtet wurden Steve Jobs und Eric Schmidt jedenfalls in dieser Woche gemeinsam in einem Cafe bei einer Latte gesichtet (siehe Foto). Übrigens das Cafe Calafia, welches der ehemalige Google-Chefkoch Charlie Ayers im Silicon Valley betreibt. Auf dem Blog Gizmodo gibt es dazu noch mehr Fotos…

März 28, 2010   7 Comments

Reges Interesse an Googles Breitband-Experiment

Am 02.Februar hat Google angekündigt, in ausgewählten Städten und Gemeinden in den USA als Experiment ein ultraschnelles Kommunikationsnetzwerk installieren zu wollen (wir berichteten darüber). Nun nachdem die “Bewerbungsfrist” abgelaufen ist, haben sich über 600 Kommunen bei Google als Testgebiet beworben; hinzu kommen noch 190.000 individuelle Bewerbungen von Bürgern – dies hat Google bekanntgegeben.

Manche Bewerber gingen dabei ungewöhnliche Wege: Die Stadt Topeka in Kansas wollte sich übergangsweise in “Google” umbenennen. Die hohe Anzahl an Bewerber zeigt vor allem eines, wie groß der Bedarf nach breitbandigem Internet in vielen Teilen der USA ist. Dies dürfte Google in seinem Weg bestärken, dass das “Experiment” nach einer Erprobungsphase vielleicht kein Experiment mehr bleibt, sondern ein breiter Rollout des Konzepts dadurch wahrscheinlicher wird.

März 27, 2010   3 Comments