Posts from — April 2010
Apple steigt mit Übernahme von Siri in Suche ein
Ápple hat eine populäre iPhone App namens Siri erworben. Siri ist ein “Personal Assistant” und bietet einen sprachgesteuerten Dienst für die lokale Suche an. Dies ist mehr als “nur” eine Übernahme eines App-Entwicklers, sondern der Einstieg von Apple in das Geschäft mit der Suche. Experten vermuten den Kaufpreis zwischen 100 und 200 Millionen Dollar für Siri. Apple dringt damit in das lukrative Geschäft mit der lokalen Suche ein, an dem auch Google ein großes Interesse hegt. Google hatte großes Interesse an einer Übernahme von Yelp.com, die allerdings misslang. Mit “Near me now” hat Google ein erstes Angebot für die lokale Suche entwickelt.
April 29, 2010 6 Comments
Marktanteil des iPhone bei Smartphones im März leicht gesunken
Der Werbevermarkter Admob (vor der Übernahme durch Google) veröffentlicht jeden Monat eine Analyse zu den Veränderungen im Smartphone-Markt. Dabei werden die erfassten Traffic-Zahlen kontinuierlich erfasst und ausgewertet. Aufgrund der Dominanz von Admob auf allen möglichen Geräten geben die Zahlen ein gutes Bild von den Veränderungen im Smartphone-Markt.
In der März-Analyse kommen die Experten zum Schluß, dass die starke Position von Apple mit seinem iPhone immer noch besteht, aber der Riese aus Cupertino in den vergangenen Wochen ein paar Federn lassen musste. Die Zahlen zeigen, dass derzeit Motorola mit dem Droid der einzig ernstzunehmende Anbeiter mit dem Betriebssystem Android ist. Vom Nexus One ist bislang in den Top-Listen noch nichts zu sehen…
April 28, 2010 5 Comments
Google übernimmt Labpixies
Heute wurde bekannt, dass Google das Unternehmen Labpixies für ca. 25 Mio Dollar übernommen hat. Das in Israel ansässige Unternehmen entwickelt so gennante “gadgets”, d.h. in sich geschlossene, kleine Anwendungen die Nutzern helfen ihren Webzugang zu individualisieren. Diese Applikationen können entweder als Widgets auf Webseiten eingebunden werden oder als Apps auf den führenden mobilen Endgeräten, wie dem iPhone oder Android basierten Telefonen eingesetzt werden. Nach eigenen Angaben werden die gadgets von Labpixies von mehr als 40 Millionen Nutzern eingesetzt. Das Unternehmen ist damit einer der führenden Anbieter in diesem Umfeld. Eine Zusammenarbeit mit Google besteht schon seit mehreren Jahren, insbesondere im Umfeld von open-social-gadgets, d.h. gadgets, die Nutzern Interoperabilität zu sozialen Netzwerken geben.
Google verstärkt sich mit dieser Akqusition einmal mehr mit kritischer Entwicklungsexpertise. Unserer Einschätzung nach ist diese Übernahme weniger fokussiert auf eine Verstärkung der iGoogle Funktionalitäten, als vielmehr der Versuch in der mobilen App Economy eine noch entscheidendere Position zu erringen und in die Ökosysteme der Wettbewerber (Apple, Facebook, etc.) einzudringen. Google schafft sich mit dieser Portfolioverstärkung direkten Zugriff und Einblick auf Nutzungsgewohnheiten im social Web und auf mobilen Endgeräten wie dem iPhone, Android und nicht zuletzt neuen Geräteklassen, wie dem iPad. Besonderes Augenmerk verdienen sicher die Nutzungsbedingungen der gadgets und wie diese sich in den nächsten Wochen und Monaten verändern werden. Gespannt darf man sein, ob Google die bisher kostenpflichtigen “Pro” gadgets zukünftig kostenfrei (im Austausch gegen Daten) bereitstellen wird. Apple und auch facebook werden gut daran tun, diese Entwicklungen genau zu beobachten und geeignete Massnahmen zu ergreifen
April 27, 2010 5 Comments
Ist das iAd-Konzept von Apple eine Bedrohung für Google?
Nicht erst seit den Übernahmeplänen von Google, die den führenden Vermarkter von mobiler Werbung (auch auf dem iPhone) Admob für rund 750 Millionen Dollar übernehmen wollen oder der Übernahme von Quattro Wireless durch Apple für rund 475 Millionen Dollar, ist das Rennen um die mobile Werbung eröffnet. Trotz der Bedenken von Steve Jobs macht Apple ernst und möchte im Sommer direkt in den Markt mit mobiler Werbung einsteigen – unter dem Namen iAd. Das Interessante an dem iAd-Konzept ist, dass werbung nicht mehr nur als Bannerwerbung eingeblendet werden soll, sondern als komplette und teilweise komplexe Sub-Anwendungen auf dem iPhone und auch iPad integriert werden kann. Werbebotschaften können somit als Videos, Spiele oder Apps mit einem bestimmten Mehrwert zum Nutzer transportiert werden – dies (inkl. der Dimension Raum) eröffnet neue Möglichkeiten für die Werbeindustrie.
Apples primäres Ziel dürfte weniger die Schaffung eines interessanten Angebots für Werbetreibende sein, sondern die Entwickler von Apps sollen gestärkt werden. Anbieter kostenloser Apps hatten bisher eher Mühe, ihre Aufwände zu refinanzieren. Und schaut man sich die Download-Zahlen genau an, so kann man feststellen, dass zwar die Mehrzahl der Apps für das iPhone kostenpflichtg sind, aber die Mehrzahl der tatsächlich heruntergeladenen Apps kostenlos sind – hier kann die Werbung eine Lücke füllen. Die mobile Werbung fristet trotz der bestehenden Möglichkeiten immer noch ein Nischen-Dasein und das Gros der Werbetreibenden kann sich bislang nicht für die winzigen Banner wirklich begeistern. Mit dem iAd-Konzept könnte sich das nun ändern:
- Die interaktive Werbung läuft direkt in der jeweiligen App. Daher geht für den Nutzer der inhaltliche Kontext nicht verloren bzw. die Werbung wird nur funktionieren, wenn ein solcher Kontext besteht — im Gegensatz zu heutigen mobilern Werbebannern.
- Die Werbeapps in in den iAds werden in HTML5 realisiert, nicht in Flash oder in einem proprietären iPhone-Format. Das ist ein kluger Schachzug von Apple, denn die Werbetreibenden (oder deren Agenturen) müssen in der lage sein, die Werung auch zu gestalten und zu produzieren – und da hat HTML5 ein paar entscheidende Vorteile. Zudem können HTML5-Anwendungen problemlos auf andere Plattformen portiert werden. Im erfolgsfall dürfte Apple hier einen oder sogar den Standard für mobile Werbung der Zukunft setzen.
- Apple weiss sehr viel über seine Nutzer. Werbung kann zielgenau platziert werden – ein wichtiges Element für hohe Klickraten. Ein typisches Nutzerprofil beinhaltet Details wie Adresse, demographische Details, Präferenzen beim Medienkonsum oder Telefonnummern. Das ist sehr attraktive Informationen, um darauf Werbung auszurichten.
- Das iPhone hat trotz des Hypes einen immer noch kleinen Marktanteil. ABER Apples Kundschaft ist zahlungskräftig und qualitätsbewusst. Interessant für viele Werbetreibende.
Natürlich wird Apple als Neuling in der Werbebranche auch auf Herausforderungen stossen. Die Werbebranche ist zu Teil undurchsichtig wie ein Dschungel. Zwar hat Apple mit Quattro Wireless einen Vermarkter übernommen, aber von der Kapazität her fehlt es dem sicherlich an einer globalen Reichweite, die Apple für die geplante Selbstvermarktung benötigt. Es wird zwar vieles über ein Selbstbedienungsportal wie AdSense oder AdWords laufen, aber auch Google hält eine große Anzahl von Key Accountern vor, die in den lokalen Märkten für die Beziehungen zu den großen Werbebudgets sorgen.
Da Geschäft mit Werbung ist ein anderes als das mit Apps und Entwicklern. Auf absehbare Zeit dürften die iAds kein Problem für Google darstellen. Der Markt ist noch sehr klein, Apple wird noch seine Erfahrungen sammeln müssen und Google kann durchaus durch die Übernahme von Admob zu einem wichtigen Gegenspieler für Apple in diesem Metier werden. Die Ankündigung der iAds könnte für Google sogar das wichtigste Argument gegenüber der amerikanische Kartellbehörde sein, die Übernahme von Admob zu genehmigen, um den Mannen von Steve Jobs das Feld der mobilen Werbung auf den iPhones zu überlassen.
April 26, 2010 7 Comments
Google vor Milliarden-Übernahme? Kauft der Riese ITA Software?
Wie Bloomberg meldet, befindet sich Google derzeit in Übernahmeverhandlungen mit der Softwarefirma ITA Software. ITA ist ein Spezialist für Dienste rund um das Thema Flugbuchungen. So bietet die Firma beispielsweise ein Online Reservierungssystem oder ein Buchungssystem an. Interessant für Google dürfte vor allem die Suchmaschine für Flugverbindungen sein. Hier ist ITA in den USA Marktführer. Der Dienst wäre eine interessante Ergänzung für die Suche. Sucht man einen Flug von Frankfurt nach New York könnte Google direkt die möglichen Flugverbindungen anzeigen und dazu sogar den günstigsten Preis. Falls man – ähnlich wie bei DoubleClick – die anderen Anwendungen weiter am Leben erhält, so könnte man dann über das Reservierungssystem und die Buchungsengine direkt den günstigsten Flug buchen oder Reiseanbieter könnten diese Dienste von Google bekommen – wie im Falle von DoubleClick die Werbetreibenden. Der kolportierte Kaufpreis für ITA soll bei rund 1 Milliarde Dollar liegen. Pikant ist, dass Microsoft derzeit einer der größten Kunden von ITA ist und für die Redmonder deren Flug-Suchfunktion in Bing befüllt. (Mit einem Klick auf das Bild geht es zur ITA Booking Engine)
April 21, 2010 5 Comments









