AdAudience soll Google in Deutschland Paroli bieten
Not macht erfinderisch! Im Keyword Advertising ist der Markt (fast) hoffnungslos an Google verloren. Um nicht noch das Feld der Display-Werbung in Deutschland an den Internetriesen zu verlieren, gründen die vier großen Vermarkter G+J EMS (Bertelsmann), IP Deutschland (RTL / Bertelsmann), SevenOne Media (Pro7Sat.1) und TOMORROW FOCUS (Burda) ein Joint-Venture namens AdAudience zur Vermarktung von Webseiten. Das Joint-Venture war am 22. Januar 2010 der vier Vermarkter von der EU-Kommission genehmigt worden und die formelle Gründung der GmbH mit Sitz in Düsseldorf nur noch eine Formalie. Mit Blick auf das Kartellamt hat man bei AdAudience einiges ausgeschlossen, etwa Video-Werbung und jedliche Form des personalisierten Direktmarketings.
Die Eltern geben ihrem Baby die notwendigen Startvoraussetzungen mit. Alle vier Partner werden zukünftig einen vereinbarten Teil ihres Inventory von der neuen Gesellschaft vermarkten lassen. Dadurchkann AdAudience vom Start weg eine Netto-Reichweite von rund 75 Prozent der deutschen Online-Nutzer vorweisen. Basis sind anonymisierte Nutzerprofile, die eine verfeinerte Zielgruppenansprache über ein Targeting-System erlauben. Das Portfolio der Gesellschaft wird daher nicht aus einzelnen Sites, sondern aus Zielgruppen-Paketen bestehen. Als technischer Dienstleister ist Wunderloop im Gespräch. Die Hamburger sind damit sowohl für das notwendige Profiling wie auch für die Inventory-Abfrage bei den vier Partner und das letztendliche Ausliefern der Werbemittel verantwortlich.
Ob AdAudience im deutschen Markt erfolgreich sein wird, wird sich zeigen. Sicherlich kann man konstatieren, dass ein extrem fragmentierter Markt eine Riesen wie Google entgegenkommen würde. Die Bündelung der Reichweite ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Allerdings wird der Erfolg nicht nur im Targeting liegen. Google versucht mit seiner Display-Ad-Strategie mehr als nur ein neues Feld zu besetzen. Man will seine typischen Wertversprechen auf den Markt der Display Ads übertragen – vor allem die Vereinfachung des Verkaufs und der Buchung von Werbung, Verbesserung der Performance mit messbareren Ergebnissen und die Öffnung der Display-Werbung für neue Kundengruppen. Falls sich AdAudience “nur” auf die großen Budgets und Mediaagenturen stützen wird, könnte der Sprung zu kurz gewesen sein. Letztlich wird Google seine Wertversprechen am Markt durchsetzen und massiv Technologie einsetzen. Das große Wachstum der Display-Ads wird nicht aus den großen Budgets kommen, sondern aus der Erschließung neuer Kundengruppen. Und hier ist Google sehr aktiv, wie verschiedene Akquisitionen und Patentanträge zeigen. Da muss AdAudience eine entsprechende Antwort haben. Good luck!








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Neu: AdAudience soll Google in Deutschland Paroli bieten http://bit.ly/56pTsk #google
AdAudience soll Google in Deutschland Paroli bieten: Not macht erfinderisch! Im Keyword Advertising ist der Markt … http://bit.ly/68sD0t
RT @googleoekonomie: Neu: AdAudience soll Google in Deutschland Paroli bieten http://bit.ly/56pTsk #google
[...] Internetwerbung zukünftig nicht mehr abhängig von Google, sondern unter dem Namen `AdAudience´ zielgruppenorientiert selbst an den Verbraucher [...]
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