Die Strategien und Taktiken des Internetgiganten

Buchhändler Google: ‚Google Editions‘ offenbar kurz vor dem Start

Mitte 2009 hat Google erste Details zu den Plänen, die im Rahmen des Partnerprogramms digitalisierten Bücher als Vollversionen zu verkaufen, offen gelegt. Das Angebot trägt den Namen ‚Google Editions‘ und macht aus Google faktisch einen Buchhändler. Ziel ist laut Daniel Clancy, dem Chefentwickler von Google books, der Aufbau eines digitalen Bücher-Ökosystems. Damit positioniert sich Google weiterhin massiv gegen Amazon und dessen E-Reader ‚Kindle‘. In einem Dokument für Partnerverlage beschreibt Google das offenbar in Kürze startende „Google Editions“-Programm. Hier die wichtigsten Fakten:

E-Reader: Google verzichtet auf einen Download und eine Nutzung über einen Internetzugang ermöglichen. Darüber hinaus soll jedoch auch auf „supported partner devices“ die Lektüre möglich sein (darunter vermutlich das Google-Smartphone ‚Nexus One‘ und anderen Geräte, die auf dem Betriebssystem Android basieren). Hier spricht Google auch von „Files“, was womöglich auf eine zusätzliche Downloadoption schließen lässt.

Distribution: ‚Google Edition‘ soll sowohl über die Google-Seiten als auch die Portale von Vertriebspartnern vermarktet werden.

Verlage: Die Verlage und Rechteinhaber, die bereits am Partner-Programm von Google books teilnehmen, können in ihrem Nutzerkonto festlegen, ob sie ihre Bücher auch über ‚Google Editions‘ anbieten wollen. Entgegen dem sonst üblichen Opt-Out bei Google, setzt man hier auf eine proaktive Zustimmung. Verlage können die elektronischen Ausgaben zudem im Bündel mit der gedruckten Ausgabe verkaufen.

Preise: Als Standardeinstellung ist ein Verkaufspreis der Werke in Höhe von 80% der günstigsten Druckausgabe des jeweiligen Titels vorgesehen. Der Preis kann geändert werden – allerdings mit Einschränkungen: Preise über denen der gedruckten Ausgabe werden unterbunden. Außerdem behält sich Google vor, die elektronischen Bücher günstiger zu verkaufen als vom Verlag angegeben  – analog zu Amazon in Ländern ohne Buchpreisbindung  –, zahlt dann den Verlagsanteil auf Basis des Listenpreises aus.

Kopierschutz: Google ist wie bekannt kein Freund von Kopierschutz, wird diesen jedoch in Kooperation mit Adobe anbieten. Alternativ können die Verlage den Kopierschutz ganz oder in Teilen und mit Druckbeschränkungen aufheben.

4 comments

1 Google-Ökonomie.de { 12.22.09 at 09:29 }

New!: Buchhändler Google: ‚Google Editions‘ offenbar kurz vor dem Start http://bit.ly/8anomQ

2 Ingo Bultschnieder { 12.22.09 at 10:59 }

Buchhändler Google: ‚Google Editions‘ offenbar kurz vor dem Start: Mitte 2009 hat Google erste Details zu den P.. http://bit.ly/7Q2rNO

3 Marc { 12.29.09 at 23:15 }

Schon etwas komisch solche “News”-Meldungen zu veröffentlichen, aber kein Datum für den Artikel auszuweisen.

4 Ralf Kaumanns { 12.30.09 at 10:51 }

Hallo Marc, das Datum erscheint immer unter dem Beitrag. Nur wenn man über die Archivfunktion zugreift ist es plötzlich weg. Keine Ahnung woran das liegt. Werde es herausfinden und es natürlich ändern. Danke für den Hinweis. Guten Rutsch und viele Grüße Ralf

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