Google schaltet erstmals Image-Werbung zum SuperBowl
Google ist bekannt dafür, weitestgehend klassische Werbung zur Förderung ihrer Produkte abzulehnen. Man war und ist zu Recht Stolz darauf, dass sich die Suchmaschine über Mundpropaganda und clevere Distributionsverträge verbreitet hat. Die Ablehnung von Google gegenüber der herkömmlichen Werbung wird oftmals am amerikanischen SuperBowl festgemacht. Umso bemerkenswerter ist nun, dass Google hier eine 180-Grad-Kehrtwende vollzogen hat und erstmals Werbung im Rahmen des SuperBowls (der gestern Nacht stattfand) geschaltet hat – Spot siehe unten.
Auszug aus unserem Buch ‘Die Google-Ökonomie’: “Der Super Bowl ist einer der wichtigsten Termine im amerikanischen Sportjahr. Der Super Bowl XXXIV im Jahr 2000 sollte als „Dotcom Bowl“ Berühmtheit erlangen. Der Super Bowl ist nicht nur für den American Football das Top-Ereignis, sondern auch für die Werbewirtschaft. Alles was in der Markenwelt Rang und Namen hat, will im werblichen Umfeld des Super Bowl vertreten sein. Große Markenartikler richten ganze Kampagnen nur auf dieses eine Ereignis aus. Für die Werbepausen während der Veranstaltung werden eigens Werbspots entwickelt. Die Preise für die 30- oder 60-Sekünder erreichen regelmäßig neue Höchststände.
Als am 24. Januar 2000 die St. Louis Rams im Georgia Dome in Atlanta auf die Tennessee Titans trafen, war dies so etwas wie der Anfang des Waterloo der Dotcom-Firmen. 17 von 35 Werbende waren Dotcom-Firmen, von denen die meisten Zuschauer bis dato nie etwas gehört hatten; vertreten waren Unternehmen wie Lifeminders.com, Epidemic.com, Kforce.com, Netpliance.com oder OurBeginning.com – heute (fast) niemandem mehr bekannt. Der durchschnittliche Preis für einen 30 Sekunden langen Werbespot erreichte mit 2,4 Millionen Dollar ungeahnte Höhen. Allein mit der Fernsehwerbung verbrannten die Dotcom-Firmen mehr als vierzig Millionen Dollar und das mit einem zweifelhaften Effekt. Epidemic.com beispielsweise steigerte seinen Traffic von 9.000 auf nur 30.000 Besucher nach dem Event – dabei schauten allein in den USA 141 Millionen Zuschauer den Super Bowl. Die Werbewirkung verpuffte regelrecht. Die Besucherzahlen gingen ein paar Tage später auf den Wert von vor dem Event zurück. Die Dotcom Bowl ist dabei nur das eindringlichste und plakativste Beispiel wie die Internetunternehmen der ersten Generation das Geld für Marketing und Werbung nur so verpulverten – etliche weitere Beispiele ließen sich aufzählen. Brin und Page waren zu recht von diesem Geschäftsgebaren wenig begeistert und lehnten Werbung und klassische Marketingansätze schlichtweg ab.”
Mal sehen, wie nun der Effekt für Google sein wird. Da der Spot (siehe unten) bereits zwei Monate vor dem SuperBowl XLIV im Netz war, kann man einen Vergleich ziehen. Der Spot hatte bis dato 1,2 Millionen Zugriffe, was natürlich auch mit der Berichterstattung und der Verbreitung der Nachricht über Twitter durch Eric Schmidt zu tun hat. Aktuell liegt der Wert knapp unter 1,4 Millionen. Also nur eine Veränderung von rund 200.000 Views. Das ist aufgrund der mehreren hundert Millionen Zuschauer weltweit, nur ein Tropfen auf den heißen Stein.







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Google schaltet erstmals Image-Werbung zum SuperBowl: Google ist bekannt dafür, weitestgehend klassische Werbung z… http://bit.ly/cO7a0S
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[...] auf einer Infoveranstaltung vorstellen. Durchaus denkbar, dass dies zusammen mit dem allerersten Fernseh-Werbespot des Unternehmens und der Spende an die Wikimedia Foundation Teil einer Kampagne ist, mit der sich [...]
[...] Kino. In den USA schaltete das Unternehmen schon TV-Werbung zum Super Bowl, doch das war schon etwas anderes. Im Umfeld des Super Bowls zu werben, ist extrem teuer, weil es sich um das wohl prominenteste [...]
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