Marktforscher: Google Android überholt Apple iPhone in USA
Die Marktforscher von NPD Research haben mit einer neuen und aktuellen Analyse für Furore gesorgt, der zufolge das Google-Betriebssystem Android mit einem Anteil von 28 Prozent bei den Abverkaufszahlen das iPhone von Apple mit einem Anteil von 21 Prozent deutlich hinter sich gelassen hat (vgl. Grafik). Mit 36 Prozent liegt Marktführer RIM bei den Smartphone-Plattformen immer noch auf dem ersten Platz – noch?!
Wirft man einen Blick auf die Android-Kurve (grün) so sieht man in den letzten drei Monaten einen gewaltigen Anstieg. Das iPhone hingegen hat im Marktanteil der neu verkauften Geräte in den letzten Monaten Federn lassen müssen. Woran liegt das? Zunächst kommt Android mittlerweile auf etlichen Smartphones zum Einsatz, die über alle Carrier vertrieben werden. Das Apple iPhone hingegen wird immer noch exklusive über AT&T verkauft. Im Sommer kommt zudem das iPhone 4G auf den Markt und das kann zu einer Zurückhaltung bei potenziellen Käufern führen, die lieber auf die neueste Generation warten. Nichtsdestotrotz scheint Apple mit dem Exklusiv-Vertrieb ein ziemliches Problem zu ahben und es wird höchste Zeit, dass auch die anderen Carrier das iPhone in den Vertrieb nehmen können. Dann können sich diese Zahlen – sofern sie denn stimmen – wieder verändern.
Ein Blick lohnt sich zudem auf die Methode, wie die Zahlen zustande gekommen sind. Die Zahlen stammen aus einem Konsumenten-Panel mit rund 10.000 Teilnehmern, die regelmäßig befragt werden. Tatsächlich weichen diese Zahlen deutlich von anderen Marktforschern ab. ComScore beispielsweise sieht Android im Februar bei einem Anteil von rund 10 Prozent. Allerdings kann man hier schnell Äpfel mit Birnen verwechseln. NPD Research zeigt die Entwicklung der Abverkäufe neuer Geräte und ComScore den Gesamtmarkt – also Altgeräte im Gebrauch und Neugeräte. Es dürfte also interessant werden, welche Zahlen von anderen Marktforschern in den kommenden Wochen zu den Abverkaufszahlen veröffentlicht werden und ob sich dabei die Analyse von NPD Research bestätigt.
Mai 10, 2010 28 Comments
US-Markt: Dreikampf bei mobilen Betriebssystemen
Neue Zahlen (siehe Grafik) von comScore belegen einen Trend: Im amerikanischen Markt läuft es immer mehr auf einen Dreikampf bei Betriebssystemen für mobile Endgeräte hinaus – Android, Apple und RIM. Blickt man auf die letzten beiden Jahre zurück, so ist Microsoft mit seinem Betriebssystem Windows Mobile massiv abgestürzt – von rund 35 Prozent auf 15 Prozent. Auch Palm hat rund Zweidrittel seines Marktanteils von 15 Prozent eingebüst und liegt nur noch bei rund 5 Prozent. RIM mit seinem Blackberry konnt aufgrund seiner starken Stellung bei den Geschäftskunden sein Marktführerschaft auf bis knapp unter 45 Prozent ausbauen. Die beiden großen Gewinner sind Apple und Google mit Android.
Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Monaten weiter fortsetzen. Der Anteil von RIM dürfte - wenn überhaupt – konstant bleiben, da der Markt für Geschäftskunden bereits ziemlich gesättigt ist und es Gerüchte-weise künftig eine spezielle Android-Version für dieses Segment geben soll. Der Anteil von Apple könnte in den kommenden Monaten noch steigen, da Apple angeblich von seiner Exklusivitätsstrategie abweichen wird und demnächst ein iPhone für das CDMA-Netz von Verizon anbieten wird. Android ist mit immer neue Endgeräten auf dem Vormarsch. Die Zukunft vor allem von Palm dürfte sehr ungewiss sein – sinkende Marktanteile, hohe Verluste und fehlende Perspektiven.
April 6, 2010 4 Comments
Erfolgsfaktor für Android: Google winkt mit saftigen Umsatzbeteiligungen
Im Gegensatz zum Google-Handy Nexus One ist das Betriebssystem Android durchaus ein Erfolg. Innerhalb der letzten 18 Monate konnte man einen beachtlichen Marktanteil gewinnen und man fährt weiter auf der Erfolgsspur. Der Grund liegt laut einem Bericht des Magazins Paid Content jedoch nicht nur an dem offenen Ansatz und den interessanten technologischen Ansatz wie Google uns weiß zu machen versucht, sondern wohl auch an ungewöhnlich hohen Umsatzbeteiligungen und hohen Zahlungen für die vorinstallation von Google-Diensten auf den jeweiligen Smartphones. Diese Art von Deals sind in der Internetbranche allerdings nichts ungewöhnliches. Die Bedeutung der so genannten “Toolbar-Deals” mit Browser-Herstellern wie Firefox oder Opera, mit Software-Herstellern wie Adobe oder Hardware-Herstellern wie Dell in dabei für die Verbreitung und Nutzung verschiedener Dienste nicht zu unterschätzen. Im Bereich der mobilen Endgeräte ist dies schon etwas ungewöhnlicher. Dem Bericht zufolge ist allerdings die Höhe der Beteiligungen durchaus “unnormal”. Google hält den Partner derzeit anscheinend die ganz großen Karotten hin…
März 26, 2010 6 Comments
Analyse: Marktstart des Nexus One ist ein Riesen-Flop!
Die Marktanalysten von Flurry.com haben eine neue Analyse zum Abverkauf des Nexus One veröffentlicht. Demnach hat sich das Nexus One 74 Tage nach dem Verkaufsstart lediglich 135.000 Mal verkauft. Interessant ist der Vergleich mit dem führenden Android-Smartphone dem Motorola Droid, welches in den ersten 74 Tagen rund 1,05 Millionen mal über den Ladentisch ging und dem iPhone, welches im Jahr 2007 rund 1 Million mal im Vergleichszeitraum verkauft wurde. Sollten diese Zahlen tatsächlich stimmen, so dürfte eigentlich feststehen, dass Google mit seinem gewählten Vertriebsansatz (und der zunächst exklusiven Bindung an T-Mobile) für das Nexus One gründlich gescheitert ist. Hier auch unser Beitrag von vor zwei Tagen “Nexus One: Verkaufsprognose um 70% gesenkt – Ist Googles Vertriebsmodell gescheitert?”
März 16, 2010 5 Comments
Erfolgsgeschichte: 13.000 USD pro Monat mit Android-App
Über die verschiedenen App-Plattformen a la iPhone AppStore oder Android Market wird viel geschrieben und noch mehr analysiert – auch wir gehören dazu. Nun sind auf eine interessante Erfolgsgeschichte eines Entwicklers gestoßen, der eine relativ simple Anwendung namens “Car Locator” geschrieben und damit mittlerweile pro Monat (!) 13.000 Dollar umsetzt. Die App “Car Locator” ist eine einfache, aber nützliche Idee. Wer kennt das nicht. Man parkt sein Auto in einer fremden Stadt, vielleicht in einer Seitenstrasse, und nach Stunden hat man so seine Schwierigkeiten seinen Wagen wiederzufinden.
Der “Car Locator” setzt genau hier an und nutzt das Geocaching für sich. Der Nutzer speichert einfach die Position seines Wagens und kann selbst, wenn er nicht mehr weiß, wo der Wagen steht, ihn problemlos über eine Kartennavigation wiederfinden. Der Entwickler der App hat auf seinem Blog die Hintergründe und die Erfolgsfaktoren sehr gut beschrieben. Interessant ist, dass die Basis des Erfolgs eine kostenlose Version mit eingeschränkten Funktionalitäten ist. Allein diese wurde, laut Blogeintrag, über 70.000 Mal heruntergeladen. Die erweiterte kostenpflichtige Version dann nochmals knapp 7.000 Mal. Der Preis lag ursprünglich bei 1,99 Dollar und wurde dann aber auf 3,99 Dollar angehoben, was dem Erfolg aber keinen Abbruch tat. Entwickler, die an einer mobilen App arbeiten, können aus den beschriebenen Erfahrungswerten auf dem Blogbeitrag durchaus etwas lernen.
März 5, 2010 6 Comments










