Google will Werbung in Status Messages patentieren / mittels Aardvark in Facebook und Twitter
Unter der Nummer 20100088180 hat Google einen Patentantrag für “Online Word-of-Mouth Marketing of a Web Service Using Personalized Invitations via a Status Messaging Service” gestellt. Damit könnte der Interntgigant in die Echtzeit-Werbung in Status-Meldungen in sozialen Netzwerken vordringen. Die im Patentantrag beschriebene Anwendung zielt explizit auf Dienste wie Aardvark (kürzlich von Google übernommen) und die Integration in Twitter oder Facebook… (siehe Abbildungen unten):
A status messaging service is used as an online channel for indirect messaging in a word-of-mouth marketing campaign. A user of a web service is prompted to endorse the web service to the user’s friends or other connections by submitting a status message to one or more status messaging services to which the user belongs. The status message contains an endorsement of the web service and may further contain a link to a personal invitation page for the web service. By submitting the status message to a status messaging service, the endorsement contained therein is then communicated to the user’s connections in the status messaging service.
Abbildungen aus Patentantrag:
April 11, 2010 27 Comments
Trafficanalyse: Google hat weltweit die Nase vor Facebook vorn
In den letzten Tagen machte eine Analyse der amerikanischen Marktforscher von Hitwise die Runde, dass Facebook Google in den USA als die meistbesuchte Webseite abgelöst habe. Ein Vergleich (auf der Grundlage von Alexa.com-Zahlen) der wichtigsten Internetmärkte weltweit durch Royal Pingdom zeigt, dasss Google in den meisten Ländern vor Facebook liegt – noch jedenfalls. Google liegt dabei in 14 der 20 wichtigsten Märkte auf Platz 1. Facebook hat nur in zwei Märkten (Philippinen und Indonesien) die Nase vorn. Für die USA sehen die Alexa-Zahlen im Gegensatz zu Hitwise Google immer noch auf dem ersten Platz.
März 21, 2010 8 Comments
Wieviel ist ein Unique Visitor wert?
Der Blog Business Insider hat eine interessante Frage aufgegriffen: “Wieviel ist ein Unique Visitor eigentlich wert?” … und zwar aus einer monetären Sichtweise! Die ebenso interessante Antwort auf die Frage lautet, dass Google aus seinen Unique Visitors derzeit den größten finanziellen Nutzen zieht. Berechnet wurde dieser Wert aus dem Umsatz des Jahres 2009 dividiert durch die Unique Visitores des gleichen Jahres. Dabei kommt Google auf einen Wert von 18,44 Dollar, gefolgt von AOL mit 12 Dollar (dank der vergleichsweise hohen Zahl an Abonnenten), Yahoo und Microsoft liegen mit 6 bzw. 4,42 Dollar im Mittelfeld. Derzeit noch abgeschalten die neuen Stars wie Facebook oder Twitter. Bei Facebook liegt der Wert bei gerade 3,09 Dollar und bei Twitter bei mageren 62 Cent. Würde Facebook dengleichen Wert wie Google erzielen, so läge der Umsatz bei rund 8,5 Milliarden jährlich. Zwar deutlich mehr als heute, aber immer noch rund ein Faktor von 1:3 hinter Google.
März 20, 2010 8 Comments
Facebook-Patent auf Newsfeeds könnte für Google & Co teuer werden
Facebook hat am 23. Februar 2010 unter der Nummer 7,669,123 ein Patent für die Technologie hinter den Newsfeeds zugesprochen bekommen. “Dynamically providing a news feed about a user of a social network” lautet der Titel des Patents. Der Inhalt wird wie folgt zusammengefasst:
A method for displaying a news feed in a social network environment is described. The method includes generating news items regarding activities associated with a user of a social network environment and attaching an informational link associated with at least one of the activities, to at least one of the news items, as well as limiting access to the news items to a predetermined set of viewers and assigning an order to the news items. The method further may further include displaying the news items in the assigned order to at least one viewing user of the predetermined set of viewers and dynamically limiting the number of news items displayed.
Die Erteilung dieses Patents könnte strategisch wichtig für Facebook im Wettbewerb werden. Man hat nun eine juristische Grundlage, gegen die beschriebene Nutzung von Newsfeeds bei anderen sozialen Netzwerken vorzugehen oder die Anwender zu Lizenzzahlungen zu zwingen. Das Patent geht sogar über die reinen Newsfeeds hinaus und nimmt für Facebook auch das Filtern von Newsfeeds, Werbung in Feeds, die Suche nach Feeds und anderes in Anspruch. Als Erfinder wird Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und einige Facebook-Top Manager aufgeführt.
Was bedeutet dies nun für anderen Nutzern, der doch weit verbreiteten Newsfeeds? Schwer zu beurteilen. Die Beschreibungen in dem Patent sind – nach unserer Meinung – recht weit gefasst und teilweise schwammig. Grundsätzlich könnte Facebook andere Anwendern von Newsfeeds zur Unterlassung zwingen. Dies ist besonders prekär, weil sehr viele Internetangebote – gerade auch von Google, Twitter und sozialen Netzwerken – im Kern Newsfeeds oder Abwandlungen davon nutzen. Was meinst ihr? Werden wir einen Patentkrieg rund um die Newsfeeds sehen?
Februar 27, 2010 20 Comments
Google holt sich Aardvark für 50 Millionen Dollar – weiterer Schritt ins soziale Netz
Laut einem Bericht von Techcrunch hat Google nach längeren Verhandlungen das Start-Up Aardvark für 50 Millionen Dollar übernommen. Spekulationen um eine Übernahme gab es bereits im Dezember, nun wurde der Deal bestätigt. Aardvark ist ein so genannter Social Search Service. Nutzer können Aardvark Fragen stellen und der Dienst leitet diese Fragen an Personen aus dem “Social Graph” weiter, von denen Aardvark annimmt, dass diese die passende Antwort haben.
Mit der Übernahme von Aardvark dringt Google weiter in das Feld der sozialen Netze vor. Das Interessante an Aardvark ist nicht die Tatsache, dass es ein Frage-Antwort-Dienst ist, davon gibt es viele (in Deutschland beispielsweise gutefrage.net), sondern dass Aardvark zu Identifikation der richtigen Personen den Social Graph benutzt, also das persönliche Netzwerk der Nutzer und wiederum deren Bekannte und Freunde.
Aardvark stützt sich dabei hauptsächlich auf Facebook. Google hat sich damit einen Dienst gesichert, der tief in die Strukturen von Facebook eindringt und diese nutzt. Die ‘soziale Suche’ ist ein interessanter Ansatz. Suchmaschinen können gewöhnlich auf einfache Suchbegriffe oder deren Kombinationen einen passende Antwort liefern. Bei schwierigen und komplexen Fragestellungen kommen Suchmaschinen an ihre Grenzen. Google und anderen versuchen, dieses Problem mit der semantischen Suche zu adressieren. Diese Technologie liefert aber bislang nur wenig brauchbare Ergebnisse (z.B. Wolfram Alpha). Aardvark könnte daher den Zeitraum bis die semantische Suche zufriedenstellend funktioniert überbrücken. Die Website von Aardvark hat hierzu ein paar interessante Zahlen. 98% der gestellten Fragen sind einzigartig oder komplex, bei gewöhnliche Suchmaschinen liegt dieser Anteil bei rund 60%. 88% der gestellten Fragen werden beantwortet, davon 60% innerhalb von 10 Minuten. Dabei beurteilen 70% der Fragenden die Qualität der Antworten als gut und weitere 14% als zufriedenstellend. Hinzu kommt, dass die Nutzer wahrscheinlich ein größeres Vertrauen in die Qualität der Antworten haben, wenn sie wissen, dass diese von Menschen stammen, zu denen sie eine wie auch immer geartete persönliche Beziehung haben – direkt oder ersten oder zweiten Grades.
Aus diesen Gesichtspunkten macht die Übernahme für Google also Sinn. Erwähnenswert ist noch, dass es aber einen kleiner Kulturbruch darstellt. Die Philosophie lautet eigentlich, dass man mit Algorithmen (fast) alle Probleme in den Griff bekommt. Aardvark wurde dabei von Ex-Googler-Mitarbeitern gegründet. Man holt sich eigentlich eine Kompetenz ins Hause, die man bereits hatte. Dies ist ein Zeichen dafür, dass nicht alle guten Ideen bei Google auch umgesetzt werden und die Freiheit auch ihre Grenzen hat.
Interessant wird sein, ob und wie Google Aardvark integrieren wird, da der Dienst ja auf dem persönlichen Netzwerk und dem Social Graph dahinter funktioniert, wird man das Konzept von Aardvark nicht 1:1 in die Web-Suche integrieren können. Hier sind verschiedenen Optionen denkbar:
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Man lässt Aardvark (ähnlich wie YouTube) als eigene Marke bestehen.
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Man macht aus Aardvark einen Dienst unter einer Google-Marke, ähnlich wie Feedburner, den es ja als Google feedburner noch gibt.
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Man integriert Aardvark in die sozialen Dienste wie Gmail, Google Buzz, Google Wave, Orkut, usw. Diese wäre sicherlich aus Sicht von Google der beste Weg, die Funktion nutzen. Allerdings wird nicht jeder Aardvark-Nutzer auch ein Google-Konto haben oder haben wollen.
Und man darf nicht vergessen, dass Google bereits mit dem Dienst “Google Anwers” herumexperimentiert hat, aber ziemlich erfolglos blieb und ihn einstellte. Unsere Einschätzung: Aardvark wird als “Google Guru“ demnächst einen Relaunch erfahren. Warum Google Guru? Google experimentiert bereits seit längerem mit einem Frage-und-Antwort-Dienst in Thailand herum. Und Aardvark wäre die passende Plattform dazu…
Februar 12, 2010 6 Comments













