Google: “Competitive Ad Serving” soll Wettbewerb zwischen Vermarktern anstacheln
Unter der Nummer 20100049584 hat Google einen Patentantrag für ein “Competitive Advertising Server” gestellt. Aus der Beschreibung des Patentantrags geht das Ziel bzw. die Anwendung dieser Technologie hervor. Webseiten-Betreiber haben die Möglichkeit, ihrer Webseiten selbst oder durch Werbenetzwerke vermarkten zu lassen. Dazu wird das Inventory, also die Werbefläche, definiert. Diese wird dann einem Vermarkter zur Vermarktung überlassen. Das kann manuell oder automatisch – wie über DoubleClick – geschehen. Problematisch für den Webseiten-Betreiber ist, dass er zwar einzelne Werbeflächen an unterschiedliche Vermarkter vergeben kann, er dann aber auf den Erfolg seiner Vermarktungspartner angewiesen ist. Hier möchte Google nun Abhilfe schaffen und verschiedene Vermarkter über den erzielbaren Preis um die verfügbaren Werbeplätze konkurrieren lassen.
Webseiten-Betreiber stellen ihre Plätze verschiedenen Vermarktern zur Verfügung und der “Competitive Advertising Server” wählt dynamisch diejenige Werbung aus, die den höchsten Preis erzielen wird. Das Prinzip ist in der untenstehenden Grafik dargestellt. Die Auswahl soll über einen Vergleichswert einer ersten platzierten Werbung passieren. Das System wählt dann eine Werbung aus, die wahrscheinlich einen höheren Preis oder einen wahrscheinlicheren Klick erzielen wird. Der Webseiten-Betreiber soll somit einen höheren Umsatz aus seinem Inventory ziehen.
Google agiert hier allerdings nicht so ganz selbst los. Man hat das Problem, dass viele große Publisher auf seine bisherigen Partner vertrauen und Google (über DoubleClick bzw. AdSense) oftmals nur die schlecht vermarktbaren Bereiche zugewiesen bekommt. Google bekommt durch die erfolgsabhängige Umsatzbeteiligung entsprechend weniger Geld. Über den Hebel des Wettbewerbs versucht der Riesen aus Mountain View nun, mehr und bessere Werbeflächen für sich zu bekommen. Google kann bei der Suchmaschinen-Werrbung im Gegensatz zu vielen anderen Vermarktern oftmals höheren Preis vor allem für Nischenthemen bieten. Die Preisfindung über Auktionen möchte Google bekannterweise auch auf die Display-Werbung übertragen und das noc immer verbreitete CPM-Modell ablösen. Wird Google dies gelingen, so dürfte man aufgrund der höheren Nachfrage bei den Google-Werbekunden auch für die Display-Werbung auch leicht höhere Preise erzielen können. Da würde ein Wettbewerbsverfahren für die Platzierung über den Preis die Vorteile klar in Richtung Google verschieben.
Februar 26, 2010 6 Comments
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Dezember 26, 2009 6 Comments







