Twitter: der verdeckte Suchriese – 18 Milliarden Suchanfrage pro Monat
Auf der Twitter-Entwickler-Konferenz Chirp gab der Mitbegründer Ev Williams bekannt, dass Twitter derzeit rund 600 Millionen Suchanfragen pro Tag verarbeitet – dies entspricht einem Monatswert von rund 18 Milliarden Suchanfragen. Nimmt man die allzu anerkannten Zahlen von comScore als Vergleichsmaßstab (siehe Liste), so bewältigt Twitter rund 20 Prozent des Suchvolumens von Google, doppelt so viel wie Yahoo und fast fünf mal mehr als Bing. Eine stolze Zahl!
Hier ein Vergleich mit comScore (Dezember-Zahlen)
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Google: 88 Milliarden
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Twitter: 18 Milliarden (nicht von comScore erfasst)
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Yahoo: 9,4 Milliarden
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Bing: 4,1 Milliarden
Sollte es Twitter ähnlich wie Google gelingen, ein funktionierendes Vermarktungskonzept zu etablieren, welches von den Nutzern auch akzeptiert wird, dann könnte Twitter vor rosigen Zeiten stehen. Allerdings würde man Äpfel mit Birnen vergleichen, wenn man die Suchanfragen von Google und Twitter gleichsetzen würde. Die Art der Nutzung der Suchmaschine von Google ist eine gänzlich andere als eine Suchanfrage bei Twitter zu starten. Zudem müsste Twitter mühsam eine schlagkräftige Vermarktungseinheit aufbauen und/oder einen Vermarkter übernehmen. Oder man müsste mit einem etablierten Vermarkter partnern. Trotz der beeindruckenden Zahlen, hat Twitter noch einen langen Weg vor sich, aus der intensiven Nutzung entsprechende Erlöse zu generieren.
April 15, 2010 8 Comments
Google will Werbung in Status Messages patentieren / mittels Aardvark in Facebook und Twitter
Unter der Nummer 20100088180 hat Google einen Patentantrag für “Online Word-of-Mouth Marketing of a Web Service Using Personalized Invitations via a Status Messaging Service” gestellt. Damit könnte der Interntgigant in die Echtzeit-Werbung in Status-Meldungen in sozialen Netzwerken vordringen. Die im Patentantrag beschriebene Anwendung zielt explizit auf Dienste wie Aardvark (kürzlich von Google übernommen) und die Integration in Twitter oder Facebook… (siehe Abbildungen unten):
A status messaging service is used as an online channel for indirect messaging in a word-of-mouth marketing campaign. A user of a web service is prompted to endorse the web service to the user’s friends or other connections by submitting a status message to one or more status messaging services to which the user belongs. The status message contains an endorsement of the web service and may further contain a link to a personal invitation page for the web service. By submitting the status message to a status messaging service, the endorsement contained therein is then communicated to the user’s connections in the status messaging service.
Abbildungen aus Patentantrag:
April 11, 2010 27 Comments
Wieviel ist ein Unique Visitor wert?
Der Blog Business Insider hat eine interessante Frage aufgegriffen: “Wieviel ist ein Unique Visitor eigentlich wert?” … und zwar aus einer monetären Sichtweise! Die ebenso interessante Antwort auf die Frage lautet, dass Google aus seinen Unique Visitors derzeit den größten finanziellen Nutzen zieht. Berechnet wurde dieser Wert aus dem Umsatz des Jahres 2009 dividiert durch die Unique Visitores des gleichen Jahres. Dabei kommt Google auf einen Wert von 18,44 Dollar, gefolgt von AOL mit 12 Dollar (dank der vergleichsweise hohen Zahl an Abonnenten), Yahoo und Microsoft liegen mit 6 bzw. 4,42 Dollar im Mittelfeld. Derzeit noch abgeschalten die neuen Stars wie Facebook oder Twitter. Bei Facebook liegt der Wert bei gerade 3,09 Dollar und bei Twitter bei mageren 62 Cent. Würde Facebook dengleichen Wert wie Google erzielen, so läge der Umsatz bei rund 8,5 Milliarden jährlich. Zwar deutlich mehr als heute, aber immer noch rund ein Faktor von 1:3 hinter Google.
März 20, 2010 8 Comments
Facebook-Patent auf Newsfeeds könnte für Google & Co teuer werden
Facebook hat am 23. Februar 2010 unter der Nummer 7,669,123 ein Patent für die Technologie hinter den Newsfeeds zugesprochen bekommen. “Dynamically providing a news feed about a user of a social network” lautet der Titel des Patents. Der Inhalt wird wie folgt zusammengefasst:
A method for displaying a news feed in a social network environment is described. The method includes generating news items regarding activities associated with a user of a social network environment and attaching an informational link associated with at least one of the activities, to at least one of the news items, as well as limiting access to the news items to a predetermined set of viewers and assigning an order to the news items. The method further may further include displaying the news items in the assigned order to at least one viewing user of the predetermined set of viewers and dynamically limiting the number of news items displayed.
Die Erteilung dieses Patents könnte strategisch wichtig für Facebook im Wettbewerb werden. Man hat nun eine juristische Grundlage, gegen die beschriebene Nutzung von Newsfeeds bei anderen sozialen Netzwerken vorzugehen oder die Anwender zu Lizenzzahlungen zu zwingen. Das Patent geht sogar über die reinen Newsfeeds hinaus und nimmt für Facebook auch das Filtern von Newsfeeds, Werbung in Feeds, die Suche nach Feeds und anderes in Anspruch. Als Erfinder wird Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und einige Facebook-Top Manager aufgeführt.
Was bedeutet dies nun für anderen Nutzern, der doch weit verbreiteten Newsfeeds? Schwer zu beurteilen. Die Beschreibungen in dem Patent sind – nach unserer Meinung – recht weit gefasst und teilweise schwammig. Grundsätzlich könnte Facebook andere Anwendern von Newsfeeds zur Unterlassung zwingen. Dies ist besonders prekär, weil sehr viele Internetangebote – gerade auch von Google, Twitter und sozialen Netzwerken – im Kern Newsfeeds oder Abwandlungen davon nutzen. Was meinst ihr? Werden wir einen Patentkrieg rund um die Newsfeeds sehen?
Februar 27, 2010 20 Comments
Twitter profitiert deutlich von Echtzeit-Suche in Google – Traffic 9% rauf
Der Vertrag zwischen Twitter und Google zur Einbindung der Echtzeit-Suche in Google hatte für Twitter anscheinend nicht nur den positiven Effekt, dass man finanziell nun auf sehr stabilen Füßen steht, sondern auch dass die Zahl der Unique Visitors um 9 Prozent gestiegen ist. Dies legen zumindest neue Daten von ComScore und Hitwise nahe. ComScore hat ermittelt, dass die Zahl der Unique Visitors von Dezember 2009 bis Januar 2010 um 9 Prozent auf 21,79 Millionen gestiegen ist. Daten von Hitwise (siehe Grafik) legen nahe, dass dieser zusätzlich Traffic vor allem von Google stammt. Zwischen dem 5. Dezember 2009 und dem 13. Februar 2010 ist der Anteil am Gesamttraffic, der von Google stammt von 12,8 Prozent auf 14 Prozent gestiegen. Man kann also davon ausgehen, dass die Einbindung der Twitter-Informationen in die Google-Suche Nutzer zu Twitter geführt hat, die den Dienst vorher nicht genutzt haben.
Februar 19, 2010 14 Comments












